Therapieansatz: Integrative Psychotherapie
Asli Demirel verbindet in ihrer integrativen Psychotherapie verschiedene therapeutische Ansätze, um individuell auf die Situation und Bedürfnisse ihrer Klient:innen einzugehen. Dabei fließen auch systemische Perspektiven ein, die das Zusammenspiel von Beziehungen, Rollen und Lebenskontexten berücksichtigen. Ziel ist es, Belastungen zu verstehen, eigene Ressourcen zu aktivieren und neue Wege zu finden, um Herausforderungen zu bewältigen.
Bewährte Methoden aus unterschiedlichen Richtungen – etwa systemische Ansätze, Verhaltenstherapie oder achtsamkeitsbasierte Techniken – werden flexibel kombiniert, um auf die persönlichen Stärken und Ziele der Klient:innen abgestimmt zu wirken. So entsteht ein ganzheitlicher Zugang, der sowohl bei akuten psychischen Belastungen als auch bei persönlichen Lebenskrisen und der individuellen Weiterentwicklung unterstützt und die Zusammenhänge des Lebensumfeldes mit einbezieht.
Asli Demirel setzt im Rahmen der integrativen Psychotherapie folgende Ansätze ein:
Die Klientenzentrierte Gesprächsführung – entwickelt von Carl R. Rogers – bildet eine der zentralen Grundlagen der therapeutischen Haltung von Asli Demirel. Im Mittelpunkt steht dabei die Überzeugung, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich selbst zu verstehen und zu wachsen, wenn er in einer Atmosphäre von Echtheit, Wertschätzung und empathischem Verstehen begegnet wird.
In ihrer Arbeit begegnet Asli Demirel ihren Klient:innen aufmerksam und respektvoll – ohne Bewertung, ohne Druck und mit echtem Interesse am inneren Erleben der Person. Diese Haltung schafft einen sicheren Raum, in dem Veränderung möglich wird.
Carl Rogers beschrieb drei wesentliche Bedingungen, die diesen Prozess fördern:
- Empathie, also das einfühlende Verstehen der inneren Welt des Gegenübers;
- Kongruenz, die Echtheit und Stimmigkeit der Therapeutin;
- Sowie bedingungsfreie positive Wertschätzung, das grundlegende Akzeptieren der Person mit all ihren Facetten.
Die klientenzentrierte Haltung ist für Asli Demirel nicht nur eine Methode, sondern eine ethische und menschliche Grundhaltung. Sie bildet die Basis, auf der sie auch andere therapeutische Verfahren – etwa systemische, emotionsfokussierte oder verhaltenstherapeutische Ansätze – integriert.
So entsteht ein therapeutischer Raum, der wissenschaftlich fundiert ist, aber zugleich die menschliche Begegnung in den Mittelpunkt stellt – ein Ort, an dem Entwicklung, Heilung und Selbstwirksamkeit wachsen können.
In der systemischen Therapie wird der Mensch nicht isoliert, sondern in seinem gesamten Lebenskontext, also in Beziehung zu Familie, Partnerschaft, Freundschaften und beruflichem Umfeld betrachtet. Schwierigkeiten oder Symptome gelten dabei als Ausdruck von Mustern und Dynamiken, die in einem System entstehen und sich auch dort verändern lassen.
In ihrer Arbeit erkundet Asli Demirel gemeinsam mit den Klient:innen, wie aktuelle Herausforderungen mit Beziehungen, Rollen und Kommunikationsmustern verbunden sind.
Veränderung entsteht, wenn diese Zusammenhänge verstanden und neue Sichtweisen entwickelt werden, die es ermöglichen, eingefahrene Muster zu lösen und neue Wege im Miteinander zu finden. Die in ihrer Arbeit integrierten Achtsamkeitsübungen unterstützen diesen Prozess auf besondere Weise.
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst, mit einer Haltung von Offenheit, Akzeptanz und Mitgefühl wahrzunehmen. Diese Praxis hilft den Klient:innen, Abstand zu belastenden Gedanken oder Emotionen zu gewinnen und sich selbst klarer zu fühlen.
Die Verbindung von systemischem Denken und achtsamer Selbstwahrnehmung schafft einen Raum für neue Perspektiven, innere Ruhe und Selbstwirksamkeit. Sie fördert, dass Menschen sich selbst und ihr Umfeld besser verstehen und Schritt für Schritt neue, stimmigere Wege im Leben entwickeln können.
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass viele Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster im Laufe des Lebens erlernt wurden und sich daher auch wieder verändern lassen. Sie bietet einen klar strukturierten, gleichzeitig sehr menschlichen Weg, um belastende Gedanken, Emotionen und Handlungsweisen besser zu verstehen und neue, hilfreiche Strategien zu entwickeln.
In ihrer therapeutischen Arbeit nutzt Asli Demirel verschiedene Weiterentwicklungen der Verhaltenstherapie, unter anderem die Acceptance and Commitment Therapy (ACT) und die Schematherapie.
Die Acceptance and Commitment Therapy verbindet verhaltenstherapeutische Methoden mit Achtsamkeit und einer werteorientierten Lebensgestaltung. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, schwierige Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen und anzunehmen, anstatt gegen sie anzukämpfen. Dabei geht es nicht darum, das innere Erleben zu kontrollieren oder zu unterdrücken, sondern eine Haltung der Offenheit und Akzeptanz zu entwickeln.
Ein zentraler Bestandteil der ACT ist die Arbeit mit den eigenen Werten – also der Frage, was im Leben wirklich wichtig ist. Gemeinsam mit den Klient:innen erforscht Asli Demirel, welche persönlichen Werte sie leiten, welche Hindernisse bisher davon abhalten, nach ihnen zu leben, und welche inneren oder äußeren Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Durch diesen Prozess entsteht Klarheit über die tatsächlichen Wünsche, und es werden schrittweise konkrete Handlungen entwickelt, die den Klient:innen helfen, ihren Zielen näher zu kommen. So entstehen mehr innere Freiheit, Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit im Leben.
Die Schematherapie ergänzt diesen Ansatz, indem tief verwurzelte Lebensmuster »Schemata« sichtbar gemacht werden, die häufig in der Kindheit oder Jugend entstanden sind und das Denken, Fühlen und Handeln bis ins Erwachsenenalter prägen können. Durch das bewusste Erkennen dieser Muster und ihrer Ursprünge wird es möglich, sie zu verändern und neue, gesündere Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu finden.
Insgesamt unterstützt die Verhaltenstherapie die Klient:innen dabei, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken, bewusste Entscheidungen zu treffen und im Alltag mehr innere Freiheit und Klarheit zu erleben. Sie ist ein praxisnaher, erprobter und zugleich individuell anpassbarer Weg, um nachhaltige Veränderungen zu fördern.
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist ein wissenschaftlich fundierter therapeutischer Ansatz, der sowohl in der Einzel- als auch in der Paartherapie eingesetzt wird. Sie wurde in den 1980er Jahren von Dr. Sue Johnson und Dr. Leslie Greenberg entwickelt und basiert auf Erkenntnissen der Bindungstheorie sowie der Emotionsforschung. Ziel der EFT ist es, Klient:innen dabei zu unterstützen, ihre Emotionen bewusst zu erleben, anzunehmen, zu transformieren und konstruktiv für ihr Leben zu nutzen.
In der Einzeltherapie hilft EFT, belastende Gefühle wie Angst, Scham oder Traurigkeit wahrzunehmen und aktiv zu erleben. Häufig liegen diesen Emotionen unbewusste Bedürfnisse oder unerfüllte Wünsche zugrunde. Durch das bewusste Fühlen und die Arbeit mit Methoden wie der Stuhlarbeit können innere Anteile sichtbar gemacht und bearbeitet werden. Auf diese Weise entsteht die Möglichkeit, alte emotionale Muster zu erkennen, zu reflektieren und in neue, funktionale Erfahrungen zu transformieren, die mehr Selbstakzeptanz, Klarheit und innere Flexibilität ermöglichen.
In der Paartherapie richtet EFT den Fokus auf die emotionale Verbindung zwischen Partner:innen. Im Laufe der Zeit entwickeln Paare häufig unbewusst wiederkehrende, belastende Dynamiken, die Konflikte und Missverständnisse verstärken. Diese entstehen oft durch dysfunktionale Emotionen wie Scham, Wut, Traurigkeit oder Gefühle des Verlassenwerdens, die unbewusst das Verhalten und die Interaktion beeinflussen. EFT unterstützt Paare dabei, diese Emotionen bewusst zu erleben, auszudrücken und gemeinsam zu bearbeiten. Methoden wie die Stuhlarbeit helfen, innere Konflikte sichtbar zu machen und neue Perspektiven zu eröffnen. Auf diese Weise können belastende emotionale Muster in funktionale Gefühle wie Mitgefühl und Empathie für den Partner transformiert werden.
Durch dieses bewusste emotionale Erleben gewinnen Paare ein tieferes Verständnis für sich selbst und den Partner, erkennen ihre eigenen Reaktionen in der Beziehung und entwickeln Schritt für Schritt eine stabilere, klarere und authentischere Verbindung. EFT ist besonders wirksam bei der Behandlung von Beziehungsproblemen, Kommunikationsschwierigkeiten, Verlustängsten oder nach traumatischen Erfahrungen. Durch die bewusste Arbeit mit Emotionen stärkt EFT die emotionale Intelligenz, fördert innere Stabilität und unterstützt sowohl Einzelpersonen als auch Paare dabei, Beziehungen lebendiger, bewusster und authentischer zu gestalten.
Die Kunsttherapie nutzt kreative Ausdrucksformen, um emotionale, kognitive und soziale Prozesse sichtbar zu machen und zu bearbeiten. In ihrer Gruppentherapie bietet Asli Demirel speziell Aquarellmalerei an, die einen sanften und direkten Zugang zu den Gefühlen der Teilnehmenden ermöglicht.
Besonders bei Traumafolgestörungen, Depressionen oder emotionalen Blockaden kann das Malen helfen, Emotionen auszudrücken, zu verarbeiten und die Selbstwahrnehmung zu stärken.
Die therapeutische Begleitung verbindet die kreative Arbeit mit einer reflektierten Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Prozessen. Durch das Malen werden verletzliche emotionale Bereiche, die Kreativität und die Gefühlswelt sichtbar, sodass die Teilnehmenden ihre Gefühle und sich selbst aus einer gewissen Distanz betrachten können. Dies unterstützt sie dabei, die eigenen Emotionen besser zu verstehen und zu integrieren. Der kreative Prozess wirkt beruhigend, fördert das bewusste Erleben des Moments und steigert die Achtsamkeit. Gefühle, die sich nur schwer in Worte fassen lassen, werden durch das Bild sichtbar. Gleichzeitig stärkt die Umsetzung eigener Ideen das Selbstvertrauen, die Eigenkompetenz und die kreative Ausdrucksfähigkeit. Besonders nach belastenden Erfahrungen kann die Arbeit mit Aquarellfarben helfen, emotionale Spannungen abzubauen und innere Ressourcen zu aktivieren.
Die Sitzungen finden in kleinen Gruppen in ihrem Atelier statt und werden flexibel an das Tempo und die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst.